URWALD vor den Toren der Stadt

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Neuer Urwaldpfad der Geschichte(n) im Internet

- Entdecken Sie die Spuren der Geschichte auf eigenen Wegen –

Im Rahmen der von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten innovativen Kommunikationskonzepts zur Vermittlung des Projektes „URWALD vor den Toren der Stadt“ werden in der Werkstatt „Gemeinsam Gestalten“ Bausteine der Infrastruktur und das Finden „Besonderer Orte“ und der Wege hierzu möglichst in Prozessen der Bürgerbeteiligung realisiert.

So wurde nun auf der Grundlage eines ersten Gutachtens von Gert Körner, Planungsbüro GEOGRAF Gersheim, zur Geschichte im Saarkohlenwald und Urwald im Rahmen einer Abschluss-Seminararbeit von werdenden WebDesignern des Instituts für Betriebliche Schulung (IBS) eine interaktive, anklickbare Landkarte (clickable map) realisiert.

Seit 1. September 2004 ist das IBS unter Leitung von Peter Paulus eine Höhere Berufsfachschule für Medien, Marketing und Design. Nach zwei Jahren Ausbildung, zu der auch ein mehrmonatiges betriebliches Praktikum gehört, sind die Absolventen geprüfte Mediendesigner mit besten Chancen auf einen reibungslosen Berufseinstieg. Ein Praxisprojekt gehört zu jedem Ausbildungsgang im IBS. So entstand in Zusammenarbeit von WebDesignern des IBS und den Kooperationspartnern NABU Saarland e.V., SaarForst und Ministerium für Umwelt ein neues Internet-Konzept, der virtuelle Urwald. Diese Projekte schaffen eine optimale Anbindung zwischen Theorie und Praxis.

Die Mediendesigner besuchten den Urwald und suchten zusammen mit Teamleiter Peter Schneider acht – von ihrer historischen Bedeutung - „Besondere Orte“ im Urwald heraus, die sie exemplarisch im Internet darstellen wollten. Zunächst erarbeiteten Sie eine sogenannte „Main-idea“, den roten Faden, an dem sich das Internetprojekt während der vierwöchigen Projektarbeit orientieren musste. Sie lautete: „Die Spuren der Geschichte im Urwald auf eigenen Wegen entdecken.“ Getreu nach dem Urwaldmotto: „Jeder Fußgänger darf jederzeit überall hin – wenn auch auf eigene Gefahr“, darf man im Urwald eigenständig auf eigene Faust die Natur erleben. Dabei findet man viele kulturhistorische Relikte versteckt mitten im Wald, der sich die historische Industrielandschaft oder frühen Siedlungsgebiete längst zurück erobert hat.

Dass hiervon nur noch Spuren übrig bleiben und der Urwald mit den Jahren zum Konservator der Geschichte wird, das erlebten die WebDesigner durch eigene Anschauung und setzten ihre Erfahrung im Internet gekonnt um. So muss man bei diesem Internetauftritt mit Überraschungen – genauso wie im realen Urwald – jederzeit rechnen. Es beginnt schon damit, dass die Navigation zum Suchen anregt. Und auch in den Bildern findet man versteckt das Wissen. Hinzu kommt, dass die Mediendesigner die „Vielfalt des Waldes“ in Farben und Animationen nachempfunden haben. Die Arbeit war als Workshop ergebnisoffen und war nicht gebunden an „Design-Vorgaben“ von saar-urwald.de. Entsprechend ist sie auch als Ergebnis eines Partizipationsprozesses mit Bürgern zu verstehen. Die Idee zu diesem Workshop entstand übrigens, weil Peter Paulus, Leiter des IBS, und seine Frau am Urwaldprogramm: „After work – Entspannung im Urwald“ regelmäßig teilnahmen. Sie haben es sich zum Prinzip gemacht ideologisch hochwertige Angebote im Saarland mit sogenannten „Non-Profit-Webprojekten“ der IBS zu unterstützen.

Der neue Internet-Auftritt kann als Unterseite von www.saar-urwald.de unter www.saar-urwald.de/urwaldgeschichte/Seite/index.html besucht werden. Der Clou gelang den jungen Designern und Programmierern dadurch, dass das Projekt auf einer xml-Datenbank aufbaut und die Landkarte so einfach um weitere Stationen ausgebaut werden kann.